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Pressemitteilung zum Europäischen Protesttag

Nachrichten Veröffentlicht: 29 April, 2019

„Gleiche Löhne für den gleichen Job“

WüSL zum Europäischen Protesttag von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai

Der Verein WüSL – Selbstbestimmt Leben Würzburg fordert den Bezirk Unterfranken auf für den gleichen Job die gleichen und marktgerechten Löhne zu bewilligen. Gemeint sind die Löhne für so genannte persönliche Assistent/innen, die für behinderte Menschen arbeiten und die in der Regel über den Bezirk finanziert werden. Am Samstag den 4. Mai protestiert WüSL ab 11 Uhr in Würzburg am Vierröhrenbrunnen gegen die ungleiche Bezahlung.

Vorstandsmitglied Barbara Windbergs: „Es besteht überhaupt kein Grund für den gleichen Job unterschiedliche Löhne festzulegen, zumeist auch noch deutlich unter dem üblichen Tarif. Bei den Arbeitnehmerinnen sorgt das für großen Unmut. Diese Situation erschwert es überhaupt noch geeignete Kräfte zu finden und zu halten. Am Ende führt das dazu, dass der Bezirk Geld spart, wenn Menschen mit Behinderungen unwürdig zuhause versauern müssen, weil ihnen etwa niemand aus dem Bett hilft“.

WüSL informiert:

Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf nutzen das Modell „Persönliche Assistenz“, um wie gewohnt in der eigenen Wohnung leben zu können. Die verschiedenen Leistungen, wie Pflege, Teilhabe am Arbeitsleben oder in der Gesellschaft können so gebündelt werden. Der Bezirk Unterfranken ist in der Regel der zuständige Leistungsträger. Manche der Assistenzkräfte sind direkt bei den Betroffenen angestellt oder ein ambulanter Dienst wird zwischengeschaltet. Der allgemeine Fachkräftemangel im Pflegebereich sorgt auch für eine Mangelsituation in diesem Arbeitsbereich. WüSL hat neben ehrenamtlichen auch hauptamtliche Berater*innen eingestellt, die im Rahmen der EUTB ergänzenden unabhängigen Teilhaberatung unter anderem zum Thema Persönliche Assistenz beraten. Telefon: 0931/50456; E-Mail: eutb@wuesl.de, Homepage: http://www.eutb.wuesl.de